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Raus aus der IT-Bronzezeit: Wie wir ein AS/400-Relikt in die digitale Zukunft führten

  • Autorenbild: twinBAIT
    twinBAIT
  • 20. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 3 Tagen

Nahaufnahme des Antikythera-Mechanismus, einer antiken, korrodierten Zahnrad-Apparatur aus Bronze mit komplexen mechanischen Details vor dunklem Hintergrund.
Wie der Mechanismus von Antikythera war auch die AS/400 ein technisches Wunderwerk ihrer Ära

In der Finanz-IT stoßen wir gelegentlich auf Systeme, die wie Relikte vergangener Zeiten wirken. Die AS/400 ist so ein Relikt. Seit 40 Jahren verrichtete sie bei unserem Kunden aus dem Finanzsektor treu ihren Dienst. Robust? Ja. Aber auch eine Blackbox aus starren Strukturen, manuellen Prozessen und verschwindendem Expertenwissen. Es war Zeit für einen Befreiungsschlag.


Das Erbe von 30 Jahren Wildwuchs


Stellen Sie sich vor: Ein Dokumentenarchiv, in dem über drei Jahrzehnte lang Belege manuell eingescannt wurden – oft hunderte Seiten in einem einzigen, unstrukturierten PDF-Bündel. Keine Metadaten, keine eindeutigen Referenzen, keine moderne Datenbank. Es herrschte ein Datenwildwuchs, der jede Effizienz im Keim erstickte. Frühere Migrationsversuche waren genau an dieser Komplexität gescheitert.


Der Weg: KI trifft auf agile Präzision


Wir wählten keinen klassischen "Big Bang", sondern einen agilen, inkrementellen Pfad nach Scrum-Prinzipien. Der Schlüssel lag in der intelligenten Erkennung:


  • KI-Power: Mit Azure Document Intelligence und Tesseract OCR knackten wir die unstrukturierten Inhalte.


  • Smart Matching: Mit Tools wie Splink und der gewichteten Levenshtein Distanz konnten wir Kunden und ihre Konten selbst bei abweichenden Schreibweisen wieder korrekt zuordnen.


  • Validierung: Ein dreistufiges Prüfsystem sicherte die Qualität – von der automatischen Freigabe bis zum gezielten Experten-Check bei Unstimmigkeiten.


Ein Neuanfang mit 100% Integrität


Das Ergebnis ist mehr als nur ein technischer Umzug. Wir haben 100% der Daten verlustfrei migriert. Wo früher Chaos herrschte, konnten wir 95% der ursprünglich nicht klassifizierten Dateien automatisiert analysieren und zuordnen.


Für den Kunden bedeutet das: Die hohen Lizenz- und Betriebskosten der AS/400 gehören der Vergangenheit an. Doch der wahre Wert liegt im Alltag der Fachabteilungen. Informationen sind jetzt intuitiv auffindbar, Prozesse fließen reibungslos, und die IT ist endlich wieder zukunftsfähig.


Wir haben die IT-Bronzezeit hinter uns gelassen und das Fundament für die nächste Stufe der Digitalisierung gelegt.

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